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Cover 03/09

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Sport ist Mord…

… quod est dubitandum

Von wegen… Sport ist nur dann Mord, wenn man zum Bungee- Jump ansetzt und sich vorher keine Gedanken um die Länge des Gummiseils macht. Ohne Hilfsmittel fliegen, ist ein Sport, der sich für Menschen nicht unbedingt eignet!

Aber warum Sport, werdet ihr fragen – ich habe mit dem Studium genug zu tun. Vielleicht arbeitet ihr auch nebenbei und auch die eine oder andere Abendgestaltung darf ja nicht fehlen, da werdet ihr die wenigen freien Minuten doch nicht Sport verbringen!? Aber – warum nicht? Ein Versuch ist es doch allemal wert. Seht den Sport doch einfach als Beschaf fungsmaßnahme für „Drogen“! Gibt’s nicht? Gibt’s!

Beim Sport werden die sogenannten Endorphine im Gehirn freigesetzt, schmerzstillende Botenstoffe. Diese wirken wie körpereigene Drogen, die Glücksgefühle auslösen. Das Gehirn wird stärker durchblutet und dadurch wird die Denkleistung erhöht und so manches „Schreibtischproblem“ löst sich nach dem Training von selbst. Die Konzentration steigert sich und der Schlaf wird tiefer, klar, dass ihr morgens ausgeruht aufwachen werdet und euch leistungsfähiger fühlt. Sport ist die Stressbremse schlecht hin, durch die Bewegung werden Muskelgruppen stark beansprucht und ein wichtiges Stresshormon, das Adrenalin, wird abgebaut. Natürlich wollen wir auch nicht verschweigen, dass sich das eine oder andere Gramm zu viel auf Dauer von selbst erledigt.

Mediziner würden von einer Sympathikolyse, einer Harmonisierung des vegetativen Nervensystems sprechen – wir würden sagen: Die Lebensfreude steigt!

friedhofDoch bevor ihr die Beschaffungsmaßnahme einleiten könnt, müsst ihr euch entscheiden: Wo gehe ich hin, was kostet mich das Ganze und vor allem, was wollt ihr überhaupt machen.
„Warum in die Ferne schweifen, sieh‘ das Gute liegt so nah.“ Und zwar sehr nah!
Das Hochschulsportzentrum. Die Verwaltung des Hochschulsportzentrums befindet sich im Gebäude 104 A, im Zimmer 44/ 46. Der Leiter des Zentrums ist Michael Lang, Doktor der Biomechanik. Er ist schon seit 1990 der verantwortliche Leiter. Früher, als unsere FH noch Technischen Hochschule Merseburg hieß, nannte man das Studentensport. Dr. Michael Lang war bis 1985 Oberassistent in der Sportlehrerausbildung an der MLU Halle-Wittenberg. Also ihr seht, hier seid ihr in guten Händen. Ihr könnt euch über alles informieren, im Sekretariat erwartet euch Renate Schultke.

Zurück zur Beschaffungsmaßnahme. . . .
Ziel ist es, vom Stress des Alltags einmal abzuschalten, den Rücken in eine aufrechte Position zu bringen und seine Mitmenschen mit einem lustigen Liedchen auf den Lippen zum Schmunzeln anzustecken. Die allseits betonte Einsamkeit des Langstreckenläufers wird hier völlig über den Haufen geworfen. Die Kontaktbörsen und Stammtisch- Runden sterben aus – es lebe der Sport!

Fitness ist nicht die Partnerstadt von Loch Ness. Fitness sollte einen körperlichen Zustand zwischen Coachpotato und Spitzensportler beschreiben.
Aber um einen kleinen Anhaltspunkt zu haben – spricht euer Rücken schon mit euch oder verrichtet er noch treu seine Dienste? Wenn er spricht, solltet ihr ihm und dem Rest, was wir so Körper nennen, etwas mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen, damit er euch noch viele Jahre in aufrechter Position durchs Leben trägt. Von der Wirbelsäulengymnastik und der Rückenschule über das Krafttraining und den Fatburner bis zum Yoga wird alles angeboten. Schaut mal rein und hört, wie sich der Körper anfängt zu bedanken – völlige Ruhe und Zufriedenheit.

„Flying Ninja 3 – Angriff der Studenten“. Nehmt den Judosaal in Angriff, wenn in euch ein Bruce Lee steckt! Zeigt den Übungsleitern was ihr drauf habt. Shorai-Do Kempo, Kickboxen, Wado-Ryu- Karate, Selbstverteidigung und Fitnessboxen, es ist für jeden was dabei, um mal richtig Luft abzulassen. Das Boxworkout kann gern von den Cynthia Rothrock’s besucht werden und all denen, die es werden wollen. Der Judosaal ist auf dem Campusgelände, also nur einen Katzensprung von eurer sonstigen Wirkungsstätte entfernt. Nichts wie hin! Es gibt auch Kurse für Anfänger. Und keine Angst, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
„Ich will ein Spiel mit dir spielen!“ Du willst um jeden Ball kämpfen? Entscheide dich für eine Größe und dann kann es los gehen. Die Regeln lernst du spielend. Für alle die, die hoch hinaus wollen, wie wäre es mit Fallschirmspringen! Einmal den freien Fall erleben. Dieses Erlebnis wird von dem Fallschirmsprungverein Merseburg e.V. angeboten. Die Eroberung der Lüfte! Nein? Zu viel Adrenalin?! Dann lasst doch einfach fliegen und euch von Prof. Hofmann zeigen, wie ihr einen Bumerang dazu bekommt, dass er den Weg wieder zu euch zurück findet.

… na los, es kostet nur ein wenig Überwindung den ersten Schritt zu tun! Neugierig geworden, seid ihr stark am überlegen, was euch das nächste Semester Freude machen könnte. Ihr informiert euch in den ausliegenden Flyern, dem Internet und bei den Kommilitonen, die der Sport-Droge schon zum Opfer gefallen sind. Ihr seid fest entschlossen: Ich werde Hobbysportlerin/ Hobbysportler! Und wer weiß, wie sich die Sache entwickelt? Nach so mancher Liaison wurden Ringe ausgetauscht.
Leider, muss man sagen, habt ihr noch bis zum Wintersemester Zeit, eurer neuen Bekanntschaft entgegen zu fiebern. Der Anmeldezeitraum für das SS 2009 war schon vom 6. bis 9. April. Mit diesem Ziel fest vor Augen, haltet ihr Ausschau nach dem Anmeldezeitraum für das Wintersemester 2009/ 10.
Da stellt sich doch die Frage: Warum kann man nicht auch später in die Kurse einsteigen? Der Anmeldezeitraum deckt sich so gut wie mit dem Anfang des Semesters, manch einer hat zu diesem Zeitpunkt mehr ein Auge auf sein Studium als auf Bauch – Beine – Po! Und Wasserjogging ist in der dritten Stunde auch noch Wasserlaufen … Gebt Späteinsteigern eine Chance! at

weitere Infos:
http://www.fh-merseburg.de/sport

Zahlen am Rand:
ca. 43% der Studenten an den Hochschule Merseburg nutzen die Angebote des HS-Sports
Ø 16 bis 19 % sind es in der Bundesrepublik
70 bis 75 Kurse werden im Semester angeboten
30 bis 33 in der vorlesungsfreien Zeit

Kosten:
0 € Sportkurse
5 € gebührenpflichtige Kurse
15 € Kraftsport (pro Semester)

 

Wissenschaftlich Arbeiten

Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit am Fachbereich IKS
Teil I: Formalien

Wie fange ich sie am besten an, wie ist sie aufgebaut, was muss rein und vor allem wie … Wir haben uns doch alle schon einmal Gedanken darüber gemacht. Ganz am Anfang des Studiums, als noch alles neu war. Es gab dann so viele Dinge zu tun, dass der Gedanke im Kopf ganz nach hinten gesackt ist. Ab einem bestimmten Zeitpunkt, bei dem einen früher bei dem anderen später, gräbt sich der Gedanke wieder ganz nach vorn. …denn es ist so weit, die Bachelorarbeit steht vor der Tür und will geschrieben werden. Da es für die Sechst-Semester gerade aktuell ist, schlich sich dieses Thema in unsere Diskussionen über die Artikel in der nächsten Ausgabe. Ein Thema, was uns alle interessiert! … an der Quelle sitzend, baten wir Professor Hartmann einige grundlegenden Punkte der Abschlussarbeit in einen Artikel zu fassen. at


Innerhalb dieses Artikels möchte ich einige Anmerkungen zur Bachelorarbeit machen. Dabei werde ich mich im ersten Teil auf den formalen Teil der Bachelorarbeit beschränken und im zweiten Teil (nächste Ausgabe) auf das Vorgehen bei der Erstellung der Arbeit beziehen. Der Leser möchte alle diese Hinweise als grobe Richtlinien verstehen. Der Studierende selbst ist Verfasser der Arbeit. Diese Hinweise sollen im lediglich helfen.

Aufbau der Arbeit
1 Titelseite
2 Aufgabenstellung, Zusammenfassung/ Abstract
3 Inhaltsverzeichnis
4 Einführung 2-3 Seiten
5 Stand der Technik 15-20 Seiten
6 Konzeption 20-30 Seiten
7 Realisierung 15-20 Seiten
8 Zusammenfassung/Ausblick 2-3 Seiten
9 Quellenangaben etwa 20 bis 40 Quellen

10 Selbständigkeitserklärung, Einverständniserklärung
11 Thesen
12 Ggf. Anlagen

Durchschnittlicher Umfang einer Bachelor/Diplomarbeit am Fachbereich etwa 70 bis 90 Seiten mit Quellenangaben.
Die erste Seite trägt bei einem Buch normalerweise die Seitenzahl 1. Sie ist eine rechte Seite.

Inhaltsverzeichnis
Beispiel:

inhaltsverzeichnis

Nach Duden gibt es hinter der letzten Zahl keinen Punkt! Nicht zu tief strukturieren (also nicht 2.1.1.1.1…). Im Inhaltsverzeichnis sollte nur erscheinen, was mindestens eine Seite im Text umfasst. Der Text lässt sich auch durch fette Überschriften etc. gliedern.

Formaler Aufbau einer Seite
Beispiel:

formaler_aufbau

Ob der Text einseitig oder mit Vorder- und Rückseite abgegeben werden soll, besprechen Sie am Besten mit dem Betreuer. Da ein Buch enstehen soll, bevorzuge ich persönlich Vorder- und Rückseite, dies ist aber nicht vorgeschrieben. Zum formalen Aufbau der Arbeit erhält man auch ein Hinweisblatt im Sekretariat des Fachbereichs.

Bildunterschriften

amersscher_raum

Abbildung/Bild 1.1: Amesscher Raum. Die drei Personen sind gleich groß, stehen aber in unterschiedlicher Entfernung, was dem Betrachter (durch die Lochblende) verborgen bleibt /MAY01/

Abbildungen werden nach dem Hauptkapitel und dann fortlaufend nummeriert. Hier also erstes Bild des ersten Kapitels. Entsprechend zum Beispiel Abbildung oder Bild 3.7 (7. Bild des Kapitels 3)
Wenn das Bild aus einer Quelle kopiert wurde, muss eine Quellenangabe erscheinen.

Zitieren
Beim Zitieren verwendet man eine Abkürzung von 3 bis 4 Buchstaben des Verfassers und das Erscheinungsjahr. Auch den ersten Verfasser ganz auszuschreiben ist erlaubt. Dann werden die Klammerausdrücke aber etwas länglich.

Der Inhalt wurde sinngemäß aus einer Quelle übernommen

Versucht man die Welt zu ergründen, so ist es nicht sinnvoll, zuallererst die grundlegende Wahrheit hinter allen Dingen zu suchen, sondern man sollte mit etwas „Einfacherem“ anfangen, will man nicht als Antwort „42“ erhalten /ADA85/.

Nur der Satz wurde sinngemäß entnommen. Die Angabe steht vor dem Punkt des Satzes.

Ausgehend von der philosophischen Logik, die weitgehend die Sprache verwendet um logische Untersuchungen durchzuführen, hat sich im Laufe der Jahrhunderte durch die Arbeiten von Descartes (mathematische Methode), Pascal (Rechenmaschine) und Leibniz schließlich mit den Arbeiten von George Boole, Gootlob Frege, August de Morgan im 19. Jahrhundert eine mathematische Beschreibungssprache der Logik herausgebildet, die man heute sinnvoll einsetzen kann um Handlungsabfolgen auf die ihr inne wohnende Logik zu untersuchen./BÖH81/

Mehrere Sätze wurden sinngemäß entnommen! Die Angabe steht hinter dem Punkt des letzten Satzes.

Wörtliche Zitate:

In Worten heißt das: /BÖH81, S148/
„Jede Subjektvariable x besitzt als Interpretation δ(x) ein konkretes Subjekt als Element des Subjektbereichs G.“

Quellenangaben

Die Kürzel werden in der Quellenangabe alphabetisch geordnet.
/VOS88/ Voss, A.; Voss, H.: A Uniform View on Local Constraint Propagation Methods, Tagungsband der KIFS-87, Informatik Fachberichte, Springer Verlag ,1988.
/WET78/ Wettstein, H.: Aufbau und Struktur von Betriebssystemen. Hanser Verlag 1978.
/YAM04/ www.yamagischi. ch/dixn/, Zugriff 11.3.04.

Beim Zugriff auf eine Internetseite Zugriffsdatum angeben. kh

 

HIT 2009 Vom Interessenten zum Studenten?

Für viele aktive Studenten vielleicht unbemerkt, fand am Samstag, dem 04.04.2009 auf dem Campus der Hochschulinformationstag dieses Jahres statt. Während viele Studenten diesen Tag zum Abschalten und Ausspannen nutzten, machten sich viele Studienwillige aus allen Himmelsrichtungen auf, um zur Eröffnung um 10.00 Uhr auf den Campusgelände zu sein. Mit ihnen auch unsere Redaktion, denn was wäre eine solche Veranstaltung ohne die passende Berichterstattung?

opener_hit_1Nach der Begrüßung der Besucher durch das Rektorat folgten zwei kurze Vorträge der allgemeinen Studienberatung und des Studentenwerks Halle über das Bewerbungsverfahren an der Hochschule, sowie das generelle Leben als Student in Merseburg. Über die gesamte Dauer der Veranstaltung waren im Foyer der Hörsäle zahlreiche Informationsstände aufgebaut, die mit freundlicher Beratung und Rat und Tat zur Seite standen. Darunter Stände der einzelnen Studiengänge sowie der Fachbereiche der Hochschule, aber auch andere Stände wie zum Beispiel die Evangelische und die Katholische Studentengemeinde für die Gläubigen unter den zukünftigen Studenten . Der Hochschulsport, die Campus kids (Kinderbetreuung an der Hochschule) und natürlich das Studentenwerk für das allseits beliebte Bafög. Eine Informationsflut ohne Lücken für wissenshungrige Schüler und Ihre Eltern. An den Informationsständen der einzelnen Studiengänge wurden diese detailiert vorgestellt und beworben. So zum Beispiel der Bachelorstudiengang BMKAS, hier waren neben aktuellen Studenten der Fachrichtung, die für einen Einblick von Seiten der Studenten sorgten auch anschauliche Experimente aufgebaut, wie etwa eine kleine automatisierte Waschanlage für Modellfahrzeuge. Jeder Studiengang wurde zudem in halbstündigen Informationsvorlesungen noch etwas genauer vorgestellt. Doch genug der Vorstellung und Beschreibung der Möglichkeiten an der Hochschule, neben den ganzen Vorlesungen, Broschüren und Gesprächen gab es auch noch einiges anders zu sehen.hit2
„Chemie in faszinierenden Experimenten“ lud interessierte Zuschauer und Teilnehmer dazu ein, selbst einige Experimente durchzuführen. Auch der Blick in die Labore der Fachbereiche Ingenieur- und Naturwissenschaften, Informatik und Kommunikationssysteme und Wirtschaftswissenschaften blieb den Besuchern nicht verwehrt. So konnte man die neuen Elektrotechnik- oder Chemielabore der Hochschule im frisch sanierten Hauptgebäude besichtigen. Um das leibliche Wohl der Besucher kümmerte sich, wer auch sonst, die neue Mensa mit einem Imbiss und Mittagsangebot.
Aber genug der schnöden Fakten zum HIT, wir wären nicht IKS inform, wenn wir euch nicht gefragt hätten, was ihr von dieser Veranstaltung und von der Hochschule allgemein haltet.
hit3So pickten wir uns aus der Masse von Besuchern ein paar heraus und löcherten sie mit unseren Fragen. HIT 2009, woher weiß man, dass es sowas überhaupt gibt? Eine, unserer Meinung nach, berechtigte Frage wurde weitestgehend einhellig mit „Internet“ beantwortet. Jedoch brachte auch die Plakat ie – rung in Merseburg und Umgebung den gewünschten Erfolg und lockte weitere Interessenten zum C ampus . „ Mund – propaganda“ und die Werbung auf anderen Informati – onsveranstaltungen brachten die Besucher nach Merseburg. Aber warum gerade in Merseburg studieren? Hat die Hochschule einen so guten und überregionalen Ruf? Oder ist sie eher ein Geheimtipp unter Studenten?
Viele unserer „Interviewopfer“ kannten die Hochschule schon lange, aufgrund ihrer Nähe zum Wohnort oder durch Freunde, allerdings gab es durchaus auch überregionale Gäste.
So waren unter anderen auch Nadine und ihre Mutter aus Sangerhausen nach Merseburg gekommen, um sich in Sachen Studium schlau zu machen. Da der Bewerbungszeitraum für das Wintersemester bald in die heiße Phase geht, war für uns natürlich wichtig in Erfahrung zu bringen, ob sich die zukünftigen Studenten nur allgemein informieren wollen oder ob schon spezielle Vorstellungen existieren, was nach der Schule oder der Ausbildung weiterhin passieren soll.
Entgegen der landläufigen Meinung „Die Jugend weiß nicht was sie will“, mussten wir jedoch feststellen, dass viele von euch schon nach sehr speziellen Informationen Ausschau gehalten haben. So trafen wir viele Studienwillige, die sich z.B. über Angewandte Informatik informieren wollten. Warum gerade dieses oder jenes Fach studieren? Interesse? Zukunftschancen? Spaß? Was veranlasst die Jugend von heute zu studieren? Stephan aus Merseburg erzählte uns, dass er sich in seiner Freizeit gern mit Computern und sogar Programmierung beschäftigt, und dass er nach seiner Ausbildung zum Technischen Assistenten jetzt sein Hobby endgültig zum Beruf machen wolle. Allerdings besteht die hit4Hochschule Merseburg ja nicht nur aus technischen Fächern, sondern bietet auch Studiengänge im Bereich Sozialwesen an. Und natürlich gab es auch genügend Interessenten für diese Art von Studiengängen. Viele der weiblichen Besucher am Campus interessierten sich für Soziale Arbeit oder Kultur- und Medienpädagogik.
Der bedauernswerte Trend, dass sich immer weniger Frauen für technische Berufe oder Studiengänge entscheiden, hat sich allerdings auch dieses Jahr wieder bestätigt. Wir konnten nur eine einzige Frau befragen, die daraufhin angab etwas Technisches studieren zu wollen. Wir hoffen, dass dieser Negativtrend nicht auf ewig andauern wird, denn Technik ist nicht nur für Männer da!
Einige Überraschungen hatten unsere Befragten auch für uns auf Lager. Wir hörten teilweise Studienwünsche auf die niemand von uns vorbereitet war. Bibliothekarswesen oder Agrartechnologie, um nur mal die zu nennen, die für die meiste Verwunderung in der Redaktion gesorgt hatten.
Allgemeine Informationen bezüglich des neuen internationalen Bachelor- bzw. Masterabschlusses waren heiß begehrt.
Sorgt diese Umstellung und Anpassung ans europäische Ausland doch für reichlich Verwirrung unter den Interessenten sowie deren Eltern oder Verwandten.
Was ist dieser „neue“ Abschluss denn überhaupt wert? Reicht der Bachelor oder muss ich zwingend den Master anschließen? Kann ich auch noch auf Diplom studieren? Alles Fragen, die nicht nur für die zukünftigen Studenten von Interesse waren, insbesondere viele Eltern wollten durch kompetente Beratung Licht ins Dunkel, der für sie undurchsichtigen Umstellung, bringen.
Die stündlich angebotenen Campusführungen über das gesamte Hochschulgelände und insbesondere das gerade zu Teilen neu eröffneten Hauptgebäude und dessen Labore, brachten uns darauf uns einmal etwas genauer umzuhören, was ihr davon haltet und ob ein moderner Campus ein „must have“ oder ein „nice to see“ ist. Wie wichtig ist das bei der Auswahl der Hochschule oder Uni?
Bedingt modernste technische Ausstattung eine gute und zukunftssichere Ausbildung?
Für viele von euch ist die Ausstattung der Hochschule oder Uni zwar wichtig aber kein wesentliches Entscheidungskriterium. Für andere wiederum, wäre eine veraltete Ausstattung Grund genug sich nicht für die Hochschule zu entscheiden. In Merseburg dürften wir mit der umfangreichen Sanierung und Neubestückung der Labore jedoch wenigstens für die nächsten Jahre auf der sicheren Seite sein.
Viele waren, wie schon erwähnt, nicht allein auf dem Campus unterwegs, Eltern oder sogar Großeltern waren beliebte Begleiter der Jugend. Doch welchen Einfluss haben Eltern oder gar Großeltern auf die Wahl des Studiums oder Studienortes? Nadine sagte uns, dass ihre Mutter ihr da völlig freie Hand lassen würde, jedoch sollte das Studium schon mit einem Blick auf die zukünftigen Berufschancen gewählt werden. Das ist im Allgemeinen auch die Haltung vieler Eltern beim HIT 2009 gewesen.
Abschließend wollten wir von allen Beteiligten wissen, was sie sich denn von einer Veranstaltung wie dem Hochschulinformationstag versprachen. Und auch hier waren sich wieder alle einig: Genauere Informationen über die einzelnen angebotenen Studiengänge und die Hochschule allgemein und sollten diese positiv ausfallen, erwägen alle ein Studium an der Hochschule. Bleibt für uns nur noch zu hoffen, dass euch der Tag das gebracht hat, was ihr euch erhofft hattet und vielleicht sehen wir uns ja bald in der Mensa. thhit5

 

Geschichte und Leben der TH Merseburg

Das muss man spielen können!

Nachdem in den ersten beiden Teilen der Artikelreihe zur Hochschulgeschichte alles sachlich und historisch korrekt geklärt wurde, blieb bislang dennoch ein Punkt unbeleuchtet: das Leben am Campus der damaligen TH. Um darüber etwas zu erfahren musste jemand gefunden werden der aussagekräftig war über das, was sich sowohl kulturell als auch subkulturell zu dieser Zeit abspielte. Schließlich wollte ich Dinge wissen, die in keiner Chronik zu finden sind

Zu diesem Zweck wird mir empfohlen Professor Dr. Picht zu kontaktieren, „ein Urgestein der Hochschule“ wie man mir mit gewichtiger Miene mitteilt. Also mache ich mich erfolgreich auf die Suche.

Als ich dann vor ihm sitze, fragt er mich, was genau ich denn jetzt eigentlich wissen möchte. Da komme ich kurz ins Überlegen. Wie erkläre ich mich jetzt so, dass möglichst kurz erläutert ist was mein Begehr ist? Wie sich rausstellt ist das gar nicht so schwer. Wir treffen uns bei der Frage, wie es denn früher so war. Mit verschmitztem Lächeln antwortet er mir „Zum Beispiel gab es bei den Professoren keine DiDo- Woche. Wissen Sie was eine DiDo- Woche ist?“. Ich verneine und er erklärt, dass es sich dabei um eine Woche handelt die von Dienstag bis Donnerstag geht.

prof_pichtNatürlich hat er eine enge Bindung zur kulturellen bzw. subkulturellen Geschichte der Hochschule. Dennoch liegt es ihm fern zu glorifizieren, das stellt er gleich klar. „Heute ist es eben so, wie es heute ist und früher war es eben anders. Das bedeutet nicht, dass irgendetwas besser wäre“.
Unter dem Fokus dessen, dass viele der im Folgenden erwähnten Dinge ohne staatsnahe Institutionen wie der FDJ in einem Regierungssystem wie dem der DDR nicht möglich gewesen wären, erscheint dieser Hinweis wichtig. So fährt er fort gewisser Maßen aus dem Nähkästchen zu plaudern und mir ein Stück der spärlicher festgehaltenen Hochschulgeschichte zu erzählen und somit auch ein gutes Stück seiner Geschichte.
Zwischen Studierenden und Lehrenden herrschte ein respektvolles Verhältnis. Das erste Semester enthielt anteilig eine Benimm-Vorlesung, in welcher die hochschulinternen Strukturen vermittelt wurden. Wer also hat warum welche Position inne und hat somit welchen Einflussradius. Daran knüpften sich zum Beispiel auch gewisse Anreden, derer man sich zu bedienen wissen musste. Hatte man also ein Anliegen an entsprechender Stelle so hatte man den Dekan mit der Formel „Eure Spektabilität“, den Rektor mit „Seine Magnifizenz“ anzusprechen. Inzwischen kann vorausgesetzt werden, dass jeder sich von vornherein mit den Gegebenheiten vertraut macht. Nicht zuletzt ist heute die mediale Anbindung schlichtweg eine bessere als früher. Somit sind auch die Unterschiede zwischen Studierenden aus ländlichen Gegenden gegenüber Studierenden aus eher städtischen Infrastrukturen im Kenntnisstand zu solchen Belangen weniger signifikant.
Um das soziale Gefüge der Studierenden untereinander zur damaligen Zeit begreifen zu können, muss man einige Dinge betrachten. Als StudentIn lebte man für gewöhnlich im Wohnheim. Aus damaliger Sicht genauso wie heut erst recht war diese Unterkunft recht günstig. So lag die Ausgabe für einen Platz in einem 8-Personenzimmer bei zehn MDN pro Monat (Mark deutscher Notenbanken). Bevor es allerdings zum Studium ging, fuhr man als geschlossene Seminargruppe zum Ernteeinsatz. Angepeilter Zeitraum waren drei Wochen. Allen war klar, dass es dabei nicht bleiben würde. Kam man zurück und bezog seine Zimmer war man schon längst ein eingeschworenes Team.
Dieser Teamgeist ebnete den Weg dafür, dass man gemeinsam etwas auf die Beine stellte. So wurden Projekte, wie der Ausbau eines Gewölbekellers als Studentenclub, aus der Asche gehoben. Mit viel Mühe und in völliger Eigeninitiative bauten Studenten ab 1965 diesen Keller in der Merseburger Altstadt aus, legten trocken, sammelten Geldspenden unter der Studierendenschaft und bei industriellen Geldgebern. Die Bauleitung übernahm damals die Invest Bauabteilung der Hochschule.
Die erste Grunderschwernis bei diesem Vorhaben wird jedem klar, der sich auch ein wenig mit der Stadtgeschichte auskennt. Ab Mitte der 1960er Jahre wurden große Teile der historischen Altstadt zu Gunsten moderner Plattenbauten abgerissen und auch dieses Kellergewölbe wäre Opfer dieses Modernisierungsbooms geworden. Nach vier Jahren Bauzeit konnte die „Ölgrube“ dann eröffnet werden. Dieser Studentenclub organisierte sich in so genannten Barkreisen; eine Art Rotationssystem in welchem festgelegt wurde, wann wer die Bar führte. Mit einer kurzen Insolvenzpause und diversen Änderungen in den Besitzverhältnissen existiert die „Ölgrube“ bis heute. Nebenbei: Auch alle anderen Studentenclubs, die heute noch am Campus ansässig sind, haben ihren Grundstein in jener Zeit gelegt bekommen. Auch gab es damals noch eine Kneipe am Campus – um genau zu sein in dem Gebäude, in dem sich heute der Reaktor befindet.
Auch verriet Professor Dr. Picht, dass es seit 1968 ein Kabarett am Campus gab. Zuerst gebildet aus einer Gruppe von Mitarbeitern organisierte sich „dietHarantel“ später aus einer Vielzahl von Studierenden. Der Name kommt nicht von ungefähr, man wollte unterstreichen von einer TH zu kommen und bissig zu sein. So wurden Texte geschrieben, einstudiert, Programme geschrieben und Auftritte an Land geholt. Das ging sogar so weit, dass man im gesamten Gebiet der ehemaligen DDR auftrat. Aus heutiger Sicht fällt es schwer sich den Organisationsaufwand vorzustellen, den diese Generation auf sich nahm. Mit dem Zug fuhr die komplette Belegschaft inklusive allem benötigten Equipment in entlegene Winkel der Republik, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Und das mit Erfolg. So wurden im Gegenzug auch andere Kabarettgruppen eingeladen und man veranstaltete über ein Wochenende einen Wettstreit auf mehreren Bühnen in der Stadt und auf dem Campus. Selbstverständlich lief nie alles perfekt, das geflügelte Wort in diesen Fällen war „das muss man spielen können“.
Damals wie heute, der saisonale Hit ist der Fasching. Auch dieser hatte seinen Ursprung in dieser Zeit. Interessanter Weise aber wurde der Fasching so gefeiert, wie es heute getan wird erst seit es das inzwischen stillgelegte Mensagebäude gab. Vorher feierte man zum Beispiel im Clubhaus in Leuna. Ein Bisschen erscheint es wie ein Märchen, wenn Professor Dr. Picht ausschweift und erzählt wie man über mehrere Tage hinweg dort auf allen Etagen feierte.
Begleitet wurde diese Zeit von einer Campuszeitung, dem „THEcho“. Leider ist aber kein Archiv mehr auffindbar, in welchem Exemplare dieser Publikation einzusehen sind, was die Recherche schwierig macht. Eine Stunde später muss ich zur nächsten Vorlesung und Professor Dr. Picht muss finale Vorbereitungen für die am Abend stattfindende Feier zum 40 jährigen Bestehen der „Ölgrube“ treffen. Nach diesem Exkurs sind auf alle Fälle zwei Dinge klar.
Erstens: Das Campusleben hat sich zeitgemäß einigen Änderungen unterzogen, aber weder das eine noch das andere ist zu favorisieren, es ist einfach anders.
Zweitens: Das muss man spielen können! rr

 

Studierendenrat der Hochschule

Der Studentenrat – auch StudentInnenrat oder Studierendenrat; oft abgekürzt StuRa oder auch SR – ist ein studentisches Vertretungsorgan. In manchen Bundesländern ist er das Parlament der Studierenden und wählt den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), also die „Regierung“; anderenorts wirkt er wie Parlament und Regierung zugleich. Die Bezeichnung ist heute vor allem in Ostdeutschland und in der Schweiz verbreitet; aufgrund der lokal stark abweichenden Wahlund Repräsentationsmodelle kennzeichnet sie aber mitunter sehr verschiedene Gremien. Das zumindest sagt Wikipedia unter dem Begriff „Studentenrat“. Doch wie genau ist dieser Studierendenrat an der HS Merseburg (FH) eigentlich zusammengesetzt? Wie funktioniert er, wie wird er gewählt und überhaupt – was machen die eigentlich?

Diesen und ein paar weiteren Fragen möchten wir euch im folgenden Artikel gern genauer erläutern, ihr werdet erfahren wie sich der „StuRa“ der HS Merseburg (FH) zusammensetzt, welche Aufgaben er übernimmt und wie ihr Einfluss auf den StuRa nehmen könnt. Bei der Aufklärung behilflich sein wird uns heute Herr Raiko Meinhardt, seines Zeichens Student der „angewandten Informatik“ im 5. Semester und Sprecher für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit im Studierendenrat der HS Merseburg (FH).
Hallo Raiko, wir freuen uns sehr, dass du Zeit für uns gefunden hast und uns bei der Vorstellung des Studierendenrates so kräftig zur Seite stehst!
Kein Problem, Ich freue mich hier sein zu können und ein wenig Licht in das Dunkel „StuRa“ zu bringen!
raikoRaiko, kannst du vielleicht zu Beginn unseres kurzen Interviews den Lesern einmal ganz kurz ein paar Worte zum Studierendenrat sagen?
Grundsätzlich ist zu sagen, dass der Studierendenrat von allen wahlberechtigten Studenten der Hochschule Merseburg (FH) gewählt wird. Zu vergeben sind 11 Plätze, die Sitze werden nach folgenden Kriterien vergeben:

1. Der Wahltermin ist der 9. und 10. Juni.
2. Für die Wahl zum Stura gibt es folgende Regelungen:
Das ganze erfolgt als Erst- und als Zweitstimmenwahl. Für die Erststimmenwahl bildet jede Fachschaft einen Wahlkreis. Dieser wählt aus seiner Mitte eine Vertreter/eine Vertreterin. Für die Zweitstimmenwahl darf der jede/r Wahlberechtige bis zu sieben Stimmen gemäß der Wahlordnung verteilen. Dabei darf jedes Mitglied der Studierendenschaft von jedem Wahlberechtigten gewählt werden.
3. Für den Fall das jemand in bei den Fällen mindestens eine Stimme erhält gelten folgende Regelungen:
1. Situation: Jemand wird in einem Fall als VertreterIn und im anderen Fall als StellvertreterIn gewählt wird, lehnt die Wahl als StellvertreterIn automatisch ab.
2. Situation: Jemand wird in beiden Fällen als VertreterIn oder StellvertreterIn gewählt. Der muss innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung der Mitteilung, dem oder der WahlleiterIn erklären, welche Wahl er oder sie nicht annimmt. Ergeht keine Mitteilung gilt die Wahl zum allgemeinen Mandat als NICHT angenommen.

Für die Wahl in den Studierendenrat kann sich jeder Student der Studierendenschaft an der HS Merseburg (FH) aufstellen lassen. Hierfür muss man sich lediglich zum richtigen Zeitpunkt im entsprechenden Dezernat in eine Liste eintragen lassen und wird somit automatisch für die Wahl aufgestellt. Der Termin wird selbstverständlich pünktlich von der Hochschule bekanntgegeben.
Die 11 gewählten Interessenvertreter der Studierendenschaft besetzen dann verschiedene Ämter innerhalb des Rates selbst.
Danke für diesen kurzen Überblick. Du erwähntest etwas von verschiedenen Ämtern innerhalb des Rates – was genau kann sich jemand außenstehendes darunter vorstellen?
In der Bundesregierung gibt es unterschiedliche Posten für die Minister zu besetzen – Familienminister, Finanzminister und so weiter. Genauso läuft das bei uns im Studierendenrat auch – für jeden Zweck gibt es ein bestimmtes Amt, welches von einem Ratsmitglied belegt werden muss. Zu diesen Ämtern zählen zwei Sprecher für Finanzen, zwei allgemeine Sprecher, sowie zwei Sitzungsleitende Sprecher. Weiterhin existieren Sprecherposten für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, sowie Sprecher für Kultur. Wie diese Sprecherposten vergeben werden, wird innerhalb des StuRa bestimmt – somit haben außenstehende hierauf keinen Einfluss. Auf Grund unserer neuen Satzung, Geschäftsordnung und diverser anderer Veränderungen sind wir gerade dabei „neue Pläne“ zu schmieden, wie wir diverse Ämter anders gestalten können. Im Zuge der genannten Umstrukturierung wird es zum Beispiel ab sofort nur noch zwei allgemeine Sprecher geben, vorher waren es drei. Insgesamt wollen wir den einzelnen Sprecherposten mehr Einfluss verschaffen. Aktuell lastete sehr viel Verantwortung auf den Sprechern für Finanzen, welche für alles, was mit den Büros und den finanziellen Mitteln des StuRa angestellt wurde, haften mussten. Genau das wollen wir jetzt ändern, indem wir den verschiedenen Sprecherposten mehr „Macht“ und auch Verantwortung übertragen. Das ist einerseits gut für unsere Finanzer, welchen wir somit etwas von ihrer Verantwortung abnehmen und außerdem ist es gut für das Handlungsfähig bleiben des gesamten StuRa. Die allgemeinen Sprecher zum Beispiel sind die Außenrepräsentation des StuRa gegenüber den Studierenden und der Öffentlichkeit und bekommen nun die entsprechenden Möglichkeiten selbst für Werbematerial zu sorgen, selbst studentische Hilfskräfte anzuheuern und so weiter. Weiterhin ……………
*Raiko ins Wort fallend*: …… Danke für die ausführliche Antwort und ich wette, Du könntest noch ewig weitermachen damit – und genau deshalb kommen wir mal ganz schnell zur nächsten Frage: Ihr scheint ja eine recht umfangreiche Struktur innerhalb des Rates zu haben – und die muss ja für irgendwas gut sein. Was macht ihr denn nun eigentlich genau?
Nun, im Grunde genommen sind wir der Ansprechpartner für die Interessen der Studierendenschaft. Seien es Projektanträge, Veranstaltungen im Sinne der Weiterbildung der Studierenden, kulturelle Veranstaltungen oder was auch immer. Wir unterstützen vor allem Projekte wie z.B. die „Campus- Kids“, oder beteiligen uns an der regen Diskussion zur Verbesserung des Mensaessen, sowie der Organisation dieser.
Aber gibt es nicht für solche Dinge die Fachschaftsräte, welche so etwas eigentlich verwalten sollten?
Raiko: Im Grunde genommen ja, aber wir sind der „übergeordnete“ Teil über den Fachschaftsräten. Diese beziehen von uns Ihre finanziellen Mittel, sowie grobe Richtlinien und Unterstützung. Sollte aus irgendeinem Grund ein Projekt nicht vom Fachbereich unterstützt werden (egal ob hierzu nun die finanziellen Mittel fehlen, oder irgendetwas anderes das Problem ist), dann kann der Studierende zu uns kommen und einen Projektförderungsantrag stellen. Der Vorteil hierbei ist, dass wir nicht an einen Fachbereich gebunden sind – bei den Fachschaftsräten muss der Student, welcher einen Projektförderungsantrag einreicht, immer aus dem Fachbereich selbst kommen, bei welchem er eine Förderung beantragt.
Danke Raiko, für die Zeit die Du dir genommen hast und dich unseren Fragen gestellt hast. Als Belohnung darfst du gern noch etwas loswerden, wenn du das möchtest.
Ich danke auch und hoffe auf ein wenig Publicity für den Studierendenrat, denn aktuell herrscht bei uns ein akutes Nachwuchsproblem. Also Leute – lasst euch für die Wahlen aufstellen. Der StuRa ist euer Bindeglied zwischen Hochschule und euch Studierenden.

 

Hochschulwahlen 2009

Mach es mit, Mach es nach, Mach es besser!

Am 09. und 10. Juni finden die Senats-, Fachbereichsrats-, Stura- und Fachschaftsratswahlen statt. „Ja und, was geht mich das an?“ fragst du dich. Ganz einfach: Hier kannst du deinen Einfluss geltend machen, zunächst einmal in dem du wählen gehst. Das ist dir nicht genug? Du willst aktiv am Geschehen teilhaben? Ganz vorne dabei sein? Auch kein Problem, lass dich wählen. Gründe um sich zur Wahl zu stellen gibt es genügend…

haken_kaestchenDer Senat entscheidet welche Professoren/innen berufen werden sollen. Hier kannst du bei der Festlegung von Prüfungsund Studienordnungen mitreden, ebenso wie bei der Wahl des Rektors. Im Senat werden Entscheidungen in Forschungsangelegenheiten getroffen und bei all dem entscheiden die gewählten Studentenvertreter mit.

Was der Senat auf Hochschulebene realisiert, wird vom Fachbereichsrat auf der Fachbereichsebene gemacht, so kann der Fachbereichsrat unter anderem über Forschungsvorhaben entscheiden.
Ganz andere Aufgaben hat der Studierendenrat (Stura). Hauptsächlich nimmt man den Stura als Organisator von Partys wahr, so zum Beispiel bei der Campus Festwoche oder auch bei der Erstsemesterparty. Um solch große Veranstaltungen zu organisieren gehört jede Menge Organisationstalent dazu, doch das ist noch lange nicht alles. Egal ob Studentenclubs, Campuskids oder Projekte wie „Ecoemotion“ überall entscheidet der Stura wer wie viel Geld bekommen soll.

Das Geld stammt von der Studierendenschaft, also von euch und genau deshalb können auch nur Studierende über die finanziellen Mittel entscheiden. Wer im Stura sitzt, mischt überall mit und kann sich auch für persönliche Interessen einsetzen, ob ihr nun den Studentensport fördern oder lieber die Integration ausländischer Studierender vorantreiben wollt, bleibt euch überlassen.
Die direkte Anlaufstelle der Studenten ist jedoch der Fachschaftsrat (FSR), hat ein Student Probleme mit Prüfungen, Dozenten oder Professoren kommt er zu aller erst zum Fachschaftsrat. Dieser vermittelt und hilft, wo er kann. Auch der FSR verfügt über Geld, welches er von dem Studierendenrat bekommt, und kann darüber frei verfügen. Eingesetzt wird das Geld unter anderem für Sommer- und Weihnachtsfeiern, Exkursionen und ähnliches. Auch hier geht es also darum, sich für studentische Belange einzusetzen.

voteDie Mitgliedschaft in einer der aufgezählten Gremien bringt zudem persönliche Vorteile. Wer Schwierigkeiten hat die Regelstudienzeit einzuhalten, muss Langzeitgebühren zahlen und bekommt kein BAföG mehr. Durch Engagement in einem Hochschulgremium wirst du, mit bis zu zwei anrechnungsfreien Semestern (ein Semester pro Jahr Gremientätigkeit), in deinem Studium unterstützt. Daneben ist der positive Eindruck von sozialem Engagement bei Bewerbungen auch nicht zu verachten. Zukünftige Arbeitgeber sehen es gerne, wenn Bewerber auch mal über denn Tellerrand gesehen, sich für Ziele eingesetzt und aktiv mitgestaltet haben.

Und so läuft die Wahl ab:

Für den Senat werden 3, für den Fachbereichsrat 2 bis 3 (je nach Fachbereich) und für jeden Fachschaftsrat 6 Studenten gewählt. Bereits in den vergangenen Jahren erfolgt diese in Form einer personalisierten Verhältniswahl (Listenwahl) und daran ändert sich auch dieses Jahr nichts. Allerdings wurde das Wahlsystem für den Studierendenrat neu gestaltet. Wie bei der Bundestagswahl gibt es bei der Wahl des Sturas dieses Jahr erstmals eine Erst- und eine Zweitstimme. Insgesamt werden 11 Kandidaten gewählt. Mit der Erststimme wählen die vier Fachschaften jeweils eine/n Vertreter/ in. Die restlichen 7 Mandate werden unabhängig von der Fachschaft mit der Zweitstimme gewählt. Selbstverständlich darf jedes Mitglied der Studierendenschaft für beide Fälle kandidieren und gewählt werden.

Jetzt verbleibt nur noch zu sagen, wie DU mitmachen kannst, getreu dem Motto:
„Mach es mit, mach es nach, mach es besser!“

Wer sich zur Wahl stellen möchte, muss sich nur an den Stura oder das Wahlbüro wenden. Dort erhaltet ihr die entsprechenden Unterlagen, auf denen ihr das Gremium, für das ihr kandidieren wollt ankreuzt. Anschließend gebt ihr die Dokumente wieder bei dem Studierendenrat oder dem Wahlbüro ab. Wahlwerbung kann, wenn erwünscht, über die Homepage des Studentenrates erfolgen. Um auf Nummer sicher zu gehen ist es natürlich am besten, Freunde und Kommilitonen anzusprechen und darum zu bitten, euch zu wählen. Wo gewählt wird, wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Raiko Meinhardt

weitere Infos:
www.hs-merseburg.de/stura
www.hs-merseburg.de/ index.php?id=667

 

Der Masterstudiengang „Technische Redaktion und Wissenskommunikation“

ein innovativer Studiengang für die Bedürfnisse der Informationsgesellschaft

Warum TRW studieren?
Wohl jeder hat sich schon mal über unverständliche Texte geärgert, sei es das Fachbuch, die Bedienungsanleitung oder der Flyer – zu viel Text, zu viel Farbe, zu kleine Schrift, zu unübersichtlich oder zu kompliziert.
Aber auch wenn man im Internet Informationen sucht, fallen überladene, bunte, ungeordnete, animierte Webseiten negativ auf. Gesuchte Inhalte findet man selten auf den ersten Blick.
In einer Wissensgesellschaft ist jedoch der schnelle und unkomplizierte Zugang zu Informationen unumgänglich, um an wissenschaftlich- technischen und kulturellen Entwicklungen unserer Zeit teilhaben zu können. Dazu muss die Flut von Wissen für unterschiedliche Zwecke und unterschiedliche Gruppen aufbereitet werden. Hierfür bedarf es der Mittler, der Mittler zwischen Fachleuten und Nichtfachleuten.
Gut ausgebildete Technische Redakteurinnen/ Redakteure des Masterstudiengangs TRW schaffen Abhilfe. Sie sind überall da gefragt, wo technische Sachverhalte fachlich richtig, verständlich, zielgruppenadäquat, ansprechend und im dafür geeigneten Medium kommuniziert werden müssen.
Sie entwickeln Dokumentationsunterlagen (Bedienungsanleitungen, Hard- und Software-Manuals, Wartungs- und Reparaturanleitungen), Schulungs-, Messe- und Vertriebsunterlagen.
Aber auch im Wissensmanagement, in der Öffentlichkeitsarbeit und im Journalismus ist ihr Knowhow gefragt.

Wer sind wir?
Der Masterstudiengang TRW ist ein nichtkonsekutiver, anwendungsorientierter Master, dessen Ziel es ist, Spezialisten für Unternehmen und gesellschaftliche Einrichtungen auszubilden, die in der Lage sind, Kommunikations- und Informationsprozesse systematisch oder methodisch zu planen und zu gestalten.
Die Qualifikation der Absolventen ist geeignet, anspruchsvolle redaktionelle Tätigkeiten auszuüben.

Was bieten wir?
Umfangreiches Wissen in vier Ausbildungsschwerpunkten:
• Grundlagen der Wissensdokumentation
• Visuelle und sprachliche Gestaltung
• Elektronische Dokumentation und Multimedia
• Organisation und Umsetzung von Industrie-Projekten (Die Inhalte der einzelnen Module werden ausführlich ab Seite 14 beschrieben.)
Die Lehrkräfte bemühen sich, wenn möglich, um praxisorientiertes Lehren und Lernen und um Kooperation mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft in den Projekten.

explozeichnen_fur-postkarteWas noch?
Einen relativ jungen, innovativen Studiengang, dessen Absolventen derzeit händeringend gesucht werden. Nach Schätzungen der tekom, dem Berufsverband der Technischen Redakteure, kommen im Moment auf einen Absolventen zehn offene Stellen.

Wen interessiert’s?
Absolventen der Angewandten Informatik …
… können sich ausgehend von den erworbenen Kenntnissen in den Bereichen Datenverarbeitung und Softwareentwicklung vor allem sprachlich und gestalterisch weiter entwickeln. Vorhandenes IT-Know-how wird insbesondere in den Fächern zu Multimedia- und Publikationstechnologien vertieft. Interessante Einsatzfelder in der beruflichen Praxis können Hardund Software-Dokumentation oder die Entwicklung von Medienprodukten sein.
Absolventen aus Ingenieur- und Naturwissenschaften …
… werden ausgehend von ihren Vorkenntnissen im technisch-wissenschaftlichen Bereich zur Dokumentation und Vermittlung von Sachverhalten befähigt. Sie können das dazu erforderliche Wissen hinsichtlich Sprache, Gestaltung und medialer Umsetzung von Informationsprodukten erwerben. Technische Redakteure mit Fähigkeiten in speziellen technischen Bereichen sind in Wirtschaft und Industrie sehr gefragt.
Absolventen aus den Bereichen Fachübersetzung / Softwarelokalisierung / Germanistik/Linguistik etc. …
… können sich weiterführend vor allem mit den erforderlichen technologischen Grundlagen zur visuellen Gestaltung und Produktion von Medieninhalten beschäftigen. Die berufliche Praxis bietet auch für umfassend ausgebildete Sprachexperten vielfältige Perspektiven. Begeisterung für Technik und Medien, Gestaltung, Sprache und Kommunikation sowie Kreativität und Teamgeist werden vorausgesetzt.

Woher kommen wir?
Der Master-Studiengang „Technische Redaktion und Wissenskommunikation“ existiert an der Hochschule Merseburg (FH) erst seit 2006.
Er hat jedoch einen Vorgänger, den Diplomstudiengang „Kommunikation und Technische Dokumentation“ (KTD). Seit 1995 wurden hier – an einem von vier Standorten deutschlandweit – mehr als 200 Diplom-Technik-Redakteurinnen und – Redakteure mit Erfolg ausgebildet.
Entsprechend profiliert sind die Lehrkräfte und entsprechend gut ist die technische Ausstattung.
Zum Standard gehören
• moderne Computerpools,
• aktuelle Hard- und Software,
• professionelle Audio- und Videotechnik,
• Fotolabor,
• Usability-Testing- Labor. hd

Noch Fragen?
Melden Sie sich:
Prof. Dr. Heide Dietzel Fachbereich
IKS Hochschule Merseburg (FH)
Geusaerstr. 06217 Merseburg
Tel: 03461 46 2328
E-Mail: Heide.Dietzel@hs-merseburg.de

Oder schauen Sie nach unter:
www.hs-merseburg.de
www.technische-redakteure-merseburg. de

 

Die Lieferanten des Wissens

Fünf Lehrkräfte des Studiengangs TRW im Interview …

Frau Prof. Kerstin Alexander
Frau Prof. Dr. Monika Trundt
Herr Prof. Frank Hofmann
Herr Dr. Thomas Meinike

Frau Prof. Dr. Heide Dietzel

Vitadietzel
• Studium der Germanistik und Anglistik an der Friedrich-Schiller-
Universität Jena
• Promotion zur Dr. phil. mit dem Thema „Die Präinformation als
Einflussgröße auf die Verarbeitung sprachlicher Äußerungen“ an
der Friedrich-Schiller-Universität Jena
• Lehrtätigkeit auf dem Gebiet Deutsch als Fremdsprache / Technisches
Deutsch an der Technischen Hochschule „Carl Schorlemmer“
Leuna-Merseburg
• Professorin für „Angewandte Sprachwissenschaft / Technisches
Deutsch“ an der Fachhochschule Merseburg

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Ja, die „Philosophie der Grammatik“ von Wilhelm Köller.
Welches Lied hören Sie am liebsten?
Die Ungarischen Rhapsodien von Franz von Liszt.
Haben Sie ein Leibgericht?
(Lacht) Thüringer Klöße und Rouladen.
Kochen Sie das dann selbst?
Ja, aber nur wenn ich muss.
Was sind Ihre Hobbys?
Ich lese viel und gern.
Können Sie uns ein Lieblingszitat oder Lebensmotto nennen?
„Ein jegliches hat seine Zeit…“ – aus den Sprüchen Salomos.
Warum haben Sie Ihr Studienfach gewählt?
Die Entscheidung, in die Lehre zu gehen, habe ich bewusst getroffen. Gründe waren der Spaß an der Wissensvermittlung und am Umgang mit jungen Leuten. Die Liebe zur deutschen Sprache und am Spiel mit Sprachstrukturen führte mich zum Studium der Germanistik und Anglistik.
Gab es besondere Momente beziehungsweise positive und/oder negative Erlebnisse in Ihrem Studium?
Positiv war das individuelle Studium an der Jenaer Universität. Dass nie ein Auslandsaufenthalt drin war, empfinde ich noch heute als diskriminierend.
Was fasziniert Sie an Ihrem Lehrgebiet?
Das Zusammenspiel von inhaltlicher Funktion und sprachlicher Form bei der Gestaltung von Texten deutlich werden zu lassen; zu zeigen, wie das Werkzeug Sprache unseren Absichten dient. Letztlich Studierende für Sprache zu begeistern.
Was ist in Ihren Augen das Besondere am Hochschulstandort Merseburg?
Der historische Stadtkern mit Dom und Schloss sind sehr beeindruckend. Und man bekommt eine Vorstellung davon, welche Bedeutung Merseburg früher hatte. Das sollte Mut machen.
Seit wann lehren Sie an der HS Merseburg?
Ich habe an der Vorgängereinrichtung seit 1973 Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Nach der Wende war ich zunächst Leiterin des Akademischen Auslandsamtes und Sprachenzentrums der FH. Seit 1995 bilde ich Technische Redakteure aus.
Haben Sie Tipps für Studenten, die für das Studium bei Ihnen wichtig sind?
Wichtig ist, gleich zu Beginn des Studiums herauszufinden, welche Interessen und Ziele man hat und diese dann konsequent zu verfolgen.


Frau Prof. Kerstin Alexander

Vitaalexander1
• 1981 Berufsabschluss als Handbuchbinderin an der
„Otto Dorfner Werkstatt“ in Weimar
• 1981-1986 Studium an der Hochschule für industrielle
Formgestaltung Halle, Burg Giebichenstein
• 1986-1988 Meisterstudium Illustration
• 1990-1998 Selbstständige Tätigkeit als Illustratorin zahlreicher
Kinderbücher, Bühnenbildnerin, Gestalterin von Sachbüchern,
Katalogen, Logos, Corporate Design Konzepten, Plakaten, CDCovers
in Halle im „Grafikstudio Alexander“
• 1998 Berufung als Professorin an die Hochschule Merseburg (FH)
• Ausstellungen im In- und Ausland
• Autorin und Buchgestalterin

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
LONGMAN „Dictionary of Contemporay English“.
Welche CD hören Sie am liebsten?
Am liebsten höre ich „Karmen“ von Goran Bregovic.
Haben Sie ein Leibgericht?
Lakritz-Frösche.
Was sind Ihre Hobbys?
Ich tanze gern – Tango.
Können Sie uns ein Lieblingszitat oder Lebensmotto nennen?
„Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich? Und solange ich nur für mich bin, was bin ich? Und wenn nicht jetzt, wann denn?“ (Sprüche der Väter) Rabbi Hillel, ca. 30 v. Chr. bis 9 n. Chr.
Warum haben Sie Ihr Studienfach gewählt?
Ich bin ein visueller Mensch. Ein Mensch, der in Bildern denkt. Das ist für mich die normale Art zu kommunizieren.
Gab es besondere Momente beziehungsweise positive und/oder negative Erlebnisse in Ihrem Studium?
Positiv war während meines Studiums an der Burg Giebichenstein, dass die Arbeit in den Gruppen sehr intensiv war. Durch Reisen konnte man viel – auch voneinander – lernen. Zu einigen Kommilitonen habe ich auch heute noch persönlichen Kontakt. Nicht so schön war der hohe Theorieanteil. Ich konnte an vielen Wettbewerben teilnehmen, aber die Ergebnisse der Arbeiten wurden in der Praxis nicht verwendet. In meinen eigenen Lehrveranstaltungen versuche ich deshalb, möglichst viel Raum für Praxis zu finden. Durch Ausprobieren und Feedback von anderen kann man lernen und sich weiterentwickeln.
Was fasziniert Sie an Ihrem Lehrgebiet?
Mich fasziniert die Arbeit im Team. Und heute arbeite ich wieder mit Studierenden zusammen. Jeder bringt seine eigene Persönlichkeit, Biografie und Vorkenntnisse mit. Also lerne ich unheimlich viel dazu. Ich habe durch meine Studenten an Multimedialität gewonnen. Mein Lehrgebiet, das Grafikdesign, ist heute sehr komplex. DEN Grafikdesigner gibt es eigentlich nicht mehr. Mir gefällt am Informationsdesign, dass es konkret, industrieorientiert und anwendungsfähig ist.
Was ist in Ihren Augen das Besondere am Hochschulstandort Merseburg?
Das Besondere an Merseburg ist, dass es zentral in Mitteldeutschland zwischen Halle und Leipzig liegt. Gerade durch seine Entwicklung als Medienstandort bietet Halle einen guten Praxisbezug für die Studierenden und Absolventen.
Haben Sie Tipps für Studenten, die für das Studium bei Ihnen wichtig sind?
Interesse an der Arbeit und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sind enorm wichtig. Nur so kann man die nötige Motivation und Energie für ein gutes Studium aufbringen.


Frau Prof. Dr. Monika Trundt

Vitatrundt
• 1982 Studienabschluss als Diplom Ingenieur
• 1982-1983 Forschungsingenieur an der Bergischen Universität-
Gesamthochschule Wuppertal
• 1984-1987 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Biokybernetik
und biomedizinische Technik an der Universität
Karlsruhe
• 1988-1989 Stellvertretende Abteilungsleiterin für Satzbau bei der
Firma Semikron in Nürnberg
• 1989-1992 Freiberufliche Tätigkeit für die Firma eupec in Belecke
• 1992 Promotion an der Technischen Universität Chemnitz
• 1992-1999 Technische Leiterin bei der Firma Han Jin Engineering
in Korea
• 1999-2001 Technische Geschäftsführerin der Firma AGA GmbH in
Warstein
• 2000 Lehrauftrag an der Hochschule Merseburg (FH)
• 2001 Berufung als Professorin an die Hochschule Merseburg (FH)

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Das Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ von Steven Hawkings hat mich sehr beeindruckt.
Welches Lied hören Sie am liebsten?
Ich habe kein bestimmtes Lieblingslied. Oft höre ich zwangsweise die Musik meiner drei Söhne mit.
Haben Sie ein Leibgericht?
Ich bin eine miserable Köchin und infolge dessen Fan von Maggi und Knorr. Am häufigsten gibt es bei uns Spaghetti mit Tomatensoße, da meine Kinder das am liebsten mögen.
Was sind Ihre Hobbys?
Mit Hobbys sieht es bei berufstätigen Müttern schlecht aus. Vor einem Jahr bin ich wieder auf die „Katz gekommen“ und habe außerdem vor Kurzem meinen Zwillingen zwei Perserkatzen zum Geburtstag geschenkt. Ich denke, mit der Hege und Pflege dieser drei Tierchen ist meine Freizeit ausgefüllt.
Können Sie uns ein Lieblingszitat oder Lebensmotto nennen?
In Sachen Lebensmotto würde ich sagen, dass man alles kann, wenn man es nur wirklich will. Ich habe den Grundsatz, dass man unvermeidliche Dinge nicht aufschieben sollte, nach dem Motto: “Hic Rhodos, hic salta.“
Warum haben Sie Ihr Studienfach gewählt?
Das Studium der Elektrotechnik habe ich gewählt, weil ich einerseits sehr großes Interesse an Mathematik und Physik hatte, andererseits ein Mathematikstudium wegen der damaligen schlechten Berufsaussichten aber nicht für sinnvoll gehalten habe. Außerdem war ich schon immer sehr neugierig und habe als Kind viel „kaputt gemacht“ (Taschenuhren, Wecker, altes Radio etc.), weil ich wissen wollte, „was da drin ist und wie diese Dinge funktionieren“. So bin ich dann bei den Ingenieurwissenschaften gelandet.
Gab es besondere Momente beziehungsweise positive und/oder negative Erlebnisse in Ihrem Studium?
Ich hatte in meinem Studium keine fachlichen Probleme und bin nach wie vor der Überzeugung, dass es die richtige Berufswahl war.
Was fasziniert Sie an Ihrem Lehrgebiet?
Ich arbeite gerne mit jungen Menschen und schätze die interdisziplinäre Ausrichtung meines Berufungsgebietes.
Was ist das Besondere an TRW?
Ich bin der Überzeugung, dass alle Studenten, die sich für den Master TRW entschieden haben, eine gute Wahl getroffen haben, da sich viefältige, interessante Berufsmöglichkeiten und Aufstiegschancen bieten. Es ist ein Studium, das marktorientiert ausgerichtet und zukunftsträchtig ist.


Herr Prof. Frank Hofmann

Vitahofmann
• Ausbildung zum Gießereifacharbeiter
• Studium Gießereitechnologie
• Studium Industriedesign
• spezielle Projekte, die sich mit den gestalterischen
Möglichkeiten von Computern auseinandersetzen
• viele Jahre freiberuflich als Multimedia-, Grafikdesigner &
technischer Illustrator
• beratende Aufgaben in Unternehmen bei Einführung und Einsatz
von Medientechnologien
• seit 1997 externe Lehre im Studiengang KTD an der Hochschule
Merseburg (FH)
• 2000 Berufung als Professor an die Hochschule Merseburg (FH)

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Ja, das Buch „Stalker“ von Arkadi und Boris Strugazki.
Welches Lied hören Sie am liebsten?
Ich höre alles querbeet. Von Bach bis Metallica – je nachdem wie ich mich fühle.
Haben Sie ein Leibgericht?
Nein. Aber Scharf muss es sein.
Kochen Sie selbst?
Ja, ich koche vor allem sehr gern chinesische und indische Gerichte. Aber meine Frau kocht auch.
Was sind Ihre Hobbys?
Wenn es die Zeit zulässt, mache ich elektronische Musik. Außerdem zeichne und male ich sehr gern. Leider komme ich nur selten dazu. Das Bumerangwerfen mache ich auch noch nebenbei als Sport.
Können Sie uns ein Lieblingszitat oder Lebensmotto nennen?
Man sollte immer an sich arbeiten und nicht vergessen, dass man sterblich ist. Dementsprechend sollte man auch mit seinen Mitmenschen umgehen.
Warum haben Sie Ihr Studienfach gewählt?
Während meines Ingenieurstudiums habe ich einige Künstler kennengelernt und dachte: „Was die können, das kannst du doch auch.“ Also habe ich mich an der Burg Giebichenstein beworben.
Gab es besondere Momente beziehungsweise positive und/oder negative Erlebnisse in Ihrem Studium?
Ich habe davon profitiert, dass ich viel von bestimmten Dozenten gelernt habe. Zum Beispiel in den Fächern Typografie oder Naturstudium.
Was fasziniert Sie an Ihrem Lehrgebiet?
Mich fasziniert besonders, dass es sehr breitgefächert ist. Andererseits ärgert mich, dass man sich gerade deshalb nur oberflächlich damit beschäftigen kann. Es ist schwer den Spagat zwischen den eigentlichen Wissenschaftsgebieten wie beispielsweise 3D-Animation, Screendesign und AV-Medien zu schaffen. Am liebsten beschäftige ich mich mit der Bildbearbeitung und der Erstellung von 3D-Grafiken.
Was ist in Ihren Augen das Besondere am Hochschulstandort Merseburg?
Als alter Hallenser kenne ich die Vorgeschichte und finde, in den letzten Jahren hat sich hier sehr viel getan. Die Innenstadt wurde sehr schön saniert und auch das Umfeld hat sich sehr zum Positiven verändert. Außerdem gefällt mir der Campus mit seinen Grünflächen. So einen gibt es nicht überall. Und auch die technische Ausstattung ist im Vergleich zu anderen Hochschulen sehr gut.
Haben Sie Tipps für Studenten, die für das Studium bei Ihnen wichtig sind?
Der Student sollte Prioritäten setzen. Es kann natürlich nicht jeder ein Multimedia-Spezialist werden. Aber wenn ein Student mit bestimmten Dingen Schwierigkeiten hat, sollte er nicht aufgeben und versuchen, trotzdem sein Ziel zu erreichen.


Herr Dr. Thomas Meinike

Vitameinike1
• Schule / Berufsausbildung mit Abitur / Armeezeit
• 1987–1992 Chemiestudium an der TH Merseburg
• 1992–1996 wissenschaftlicher Assistent an der MLU Halle-
Wittenberg
• 1996 Promotion zum Dr. rer. nat.
• seit 1997 an der Hochschule Merseburg (FH) als Lehrkraft für
besondere Aufgaben tätig mit den Lehrgebieten Online-
Dokumentation und Web-Entwicklung

Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Ich habe kein bestimmtes Lieblingsbuch. Zuletzt habe ich „Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie“ von Vince Ebert gelesen.
Welches Lied hören Sie am liebsten?
„The Weeping Song” von Nick Cave & The Bad Seeds.
Haben Sie ein Leibgericht?
Ja, Königsberger Klopse.
Was sind Ihre Hobbys?
Ich höre sehr gern Musik und Podcasts. Außerdem lese ich viel und gehe gern ins Kino.
Können Sie uns ein Lieblingszitat oder Lebensmotto nennen?
„Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“ (Albert Einstein)
Warum haben Sie Ihr Studienfach gewählt?
Ich habe mich bereits in der Schule sehr für die Naturwissenschaft Chemie interessiert und nach der Lehre in den damaligen Chemischen Werken BUNA war das Studienziel klar. Allerdings bin ich direkt beim Studienbeginn mit Computern und Programmierung konfrontiert worden und hatte bereits 1988 meinen ersten eigenen Rechner. In meiner Promotionszeit kam ich mit dem gerade etablierten WWW in Kontakt und gehöre somit zu den frühen Netzaktivisten.
Gab es besondere Momente beziehungsweise positive und/oder negative Erlebnisse in Ihrem Studium?
Das Studium war eine ziemlich harte Schule (50-Stunden-Wochen waren die Regel), die mir vor allem das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten vermittelt hat.
Was fasziniert Sie an Ihrem Lehrgebiet?
Mein Gebiet ist sehr weit gefächert und ermöglicht mir ständig neue Erkenntnisse im Bereich Web- Technologien zu sammeln und in die Lehre einzubinden.
Wie sind Sie an die HS Merseburg gekommen?
1997 fand ich eine Zeitungsanzeige zur Besetzung einer Lehrkraftstelle, die meinen im IT- und Dokumentationsumfeld als Softwareentwickler und Fachautor gesammelten Erfahrungen sehr entgegen kam. Mein Weg führte mich wieder zurück nach Merseburg zum damaligen Studiengang KTD und dessen 95er Startmatrikel. Ein Jahr nach meiner Anstellung wurde der XML-Standard veröffentlicht, der seitdem mit seinen vielfältigen Anwendungen zu meinen Lehr- und Arbeitsschwerpunkten zählt.
Was ist in Ihren Augen das Besondere am Hochschulstandort Merseburg?
Der Merseburger Campus war schon zu meiner Studienzeit ein guter Ort zum Lernen.
Haben Sie Tipps für Studenten, die für das Studium bei Ihnen wichtig sind?
Von den Studierenden erwarte ich vor allem Offenheit für aktuelle und neue Dokumentationstechnologien und aktive Unterstützung von Web-Standards.

 

Lehrauftrag im Ausland – zwischen Wunschtraum und Herausforderung

Frau Prof. Kerstin Alexander, Dozentin für Technik-Illustration und Grafik-Design an der HS Merseburg hat die Möglichkeit, ab September 2009 befristet eine Professur für Grafikdesign an der German University Cairo (GUC) anzutreten. Wir wollten wissen, worauf sie sich besonders freut.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich in Kairo zu bewerben?
Frau Prof. Dr. Dietzel hat eine Ausschreibung für die German University Cairo in der „Zeit“ entdeckt. Ich habe mich offiziell beworben, habe Arbeitsproben eingereicht und bin schließlich eingeladen worden, eine Antrittsvorlesung in Ulm zu halten. Das Thema „Visualisierung“ in der Technischen Dokumentation konnte ich frei wählen. Ich habe den Zuschlag für die Professur bekommen und nun verhandle ich über die genauen Bedingungen. Ich habe auch kaum damit gerechnet, dass es klappt. Ich habe mir immer gewünscht, mal im Ausland unterrichten zu können und nun kann ich das verwirklichen.
alexander2Wie hat Ihr Umfeld reagiert?
Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Da kommen ganz unerwartete Feedbacks. Frau Prof. Dr. Dietzel zum Beispiel war erstaunt, dass ich mich tatsächlich beworben habe. Sie hat sich gefreut, als es geklappt hat.
Ich bin in einem Alter, in dem man beruflich noch viel vor sich hat. Da ist es wichtig, dass man sich weiter qualifiziert. Vieles im Leben hängt von den Gelegenheiten ab, die man bekommt. Die familiären Umstände sind gerade günstig und ich habe die Möglichkeit, mich mehr mir selbst zuzuwenden. Es ist ja nicht für immer – und das sollte man sich auch gönnen.
Wie hat die Hochschule reagiert?
Der Dekan war begeistert. Die Organisation ist aber nicht so einfach, weil ich ja hier auch einen Lehrauftrag und Verpflichtungen habe und ich möchte natürlich auch den Studiengang nicht einfach hängen lassen. Die Zustimmung vom Ministerium fehlt noch. Deshalb muss die Zeit so geregelt werden, dass in meiner Abwesenheit familiär und auch beruflich nichts zusammenbricht. Eine Auslandserfahrung zu machen sollte aber möglich sein.
Was erhoffen Sie sich von dem Lehrauftrag?
Ich werde gleich als „Head of the Department Graphic Design“ eingesetzt, allein das stellt eine Herausforderung dar. Darüber hinaus kann ich nur an Internationalität gewinnen. Ich hoffe, dass ich meine Sprachkenntnisse ausbauen und in Ägypten Kontakte für die Hochschule knüpfen kann.
Kennen sie Kairo und die German University?
Die Pyramiden habe ich bis jetzt nur vom Flugzeug aus gesehen, aber mein Arbeitszimmer kenne ich schon. Ich habe mir diese junge, interessante Universität am Rande Kairos angesehen, die Kollegen kennengelernt und mit Studierenden gesprochen.
Haben Sie eine Vorstellung, wie die Lehrveranstaltungen aussehen werden?
Der Unterricht wird in englischer Sprache gehalten. Es gibt wie hier in Deutschland Vorlesungen, Seminare und Übungen.
Worauf freuen Sie sich besonders?
Den arabischen Kulturkreis finde ich faszinierend und ich finde es spannend, dass ich nun Gelegenheit habe, ihn kennen zu lernen.

Die German University Cairo ist eine private Universität und wurde 2002 gegründet. An ihr studieren zur Zeit etwa 5000 Studierende. Im „Departement of Applied Arts“ sind die Bereiche Produktdesign, Grafikdesign und Mediadesign beheimatet.

Wir wünschen viel Erfolg! hb